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0 Kilometer - Die letzten Tage vor Abfahrt.

Abschiedsfete.

Ein Fest der Extraklasse

Am Wochenende fand endlich unsere große Sause statt auf die wir tagelang fieberhaft hingearbeitet hatten. In St. Märgen Downtown durften wir unter dem Dach von Tommi´s Eltern die leerstehende Dachgeschosswohnung in Form einer Baustelle zur Party-Location ernennen und haben den Eltern damit ganze Arbeit eingebracht. So wurde in den Tagen vor dem Fest unter anderem mal eben eine selbst konstruierte Treppe eingebaut, eine Dusche für die Übernachtungsgäste hochgezogen, Boden mit Fußbodenheizung verlegt und ein Wohnungs-Großputz durchgeführt, den sich eine Freiburger WG nicht mal im Traum vorstellen kann. Am Tag vor dem Fest war es dann tatsächlich soweit und es konnte alles für die Sause vorbereitet werden - ein Socken-Dancefloor, Wohnzimmer-Atmosphäre, der Umsonst-Flohmarkt, ein umkämpfter Tischkicker...

 

Gefestelt wurde schlussendlich von Freitag Abend, wo schon die ersten Mohikaner angereist kamen, bis Sonntag Nachmittag mit heftigster Katerstimmung und einigen Abschiedstränen. Ob mit Weißwürsten, abgefüllt durch die Schnapsdrosseln, am Tanzen in Wollsocken, beim ein oder anderen Gin Tonic, im Geheimversteck mit all unseren lieben Kids, mit Sieg und Niederlage beim Kickern, an einem am Morgen leer gefegten Riesen-Buffet, bei unvergesslicher Flüsterpost, oder am Diskutieren, wie weit wir denn tatsächlich mit unseren Fahrrädern kommen werden.

Eines steht jedenfalls fest: Es wurde herrlich gelacht, es gab gute Gespräche und Jung und Alt feierten in einer Harmonie, dass es krachte.

 

Und was war schlussendlich das Besondere an dieser Abschiedsfete für uns?
All unsere lieben Leute waren unter einem Dach vereint und das war für uns sowas von Grund zum Feiern und zum Strahlen! Manche kamen von ganz nah, andere wiederum von weit entfernt mit Auto, Zug oder Flieger. So oder so - wir möchten uns von Herzen bei Euch allen bedanken, dass Ihr den Weg auf Euch genommen habt, mit solch guter Laune und einfach auch Hilfe zu diesem für uns unvergesslichen Fest beigetragen habt und uns nochmal gezeigt habt, was für unglaublich wertvolle Beziehungen und Freundschaften uns begleiten und oft in unserem neuen Alltag fehlen werden.

 

PS.: Danke an unseren geselligen und leidenschaftlichen Fotographen Jochen.

Fahrradvase, Kopierorgie und Zettelsalat.

Was vor Abfahrt noch alles zu tun ist

Das Fest war vorbei und damit die gesammelten Werke an Aufgaben aktuell, die wir erfolgreich auf nach der Fete geschoben hatten. Und so packten wir es 3 Tage vor Abfahrt endlich an uns um unsere Drahtesel zu kümmern und diese schick zu machen. So standen sie plötzlich ganz aufgeregt im Dach bereit, um geschmückt und voll gepackt werden. Bis es soweit war, mussten wir jedoch noch letzte Vorbereitungen treffen - unsere Habseligkeiten, die wir zurückließen sicher verstauen, die Route der ersten Tage planen, letzte Besuche und Einkäufe machen, unsere Dokumente zusammentragen, ein letztes Mal entspannt Wäsche waschen, alle Akkus laden, eingeklemmte Rücken therapieren... Und in der Nacht vor der Abfahrt kam dann der spannende Moment, wo all unsere gesammelten Werke irgendwie (man wusste nicht, wie!) in unseren Satteltaschen untergebracht werden mussten. Und sogar die Ukulele fand Platz!

Leider dauerte dieses Unterfangen bis morgens um halb sechs. Drei Stunden später standen schon die Geburtstags- und Frühstücksgäste zur Stelle und der Tag der Abfahrt stand mit scharrenden Hufen vor der Türe.